16. Februar 2017

Kick It Like Sara!

© ProSieben

Regie: Norm Hunter
Land / Jahr: USA 2007












Die Teenagerin Sara (Leah Pipes) hat nur einen großen Traum: Die jüngste Fußball-Nationalspielerin der Vereinigten Staaten aller Zeiten zu werden. Doch der Weg dahin ist schwer, denn sie muss nicht nur mit dem Druck ihres ehrgezigen Vaters, sondern auch mit dem ihrer missgünstigen Mitspielerinnen zurecht kommen.

Zweimal 45-Minuten-Countdown
"Kick It Like Sara!" ist ein Teenie-Fußballfilm aus den USA. Einem Land, dass sich eigentlich mehr für Football, Basketball oder Baseball interessiert. Doch wenn man schon einen Film mit Fußball-Thematik dreht, dann könnte man doch wenigstens ein bisschen Ahnung von dem Sport von Regisseur Norm Hunter erwarten. Und Hunter lässt arge Zweifel aufkommen, dass er weiß, was er da tut. Die Spiele werden hier nämlich nicht auf einem Fußball-Feld, sondern ganz dilletantisch im Park ausgetragen. Die Uhr läuft rückwärts, heißt: Angepfiffen wird bei 45 Minuten und dann ticken sie Sekunden runter. Nachspielzeit gibt es keine.
Wer hier am besten Fußball spielt, das wird ausschließlich über die Zahl der geschossenen Tore definiert - um es dem Ami-Zuschauer möglichst leicht zu machen. Wenn es Sara also schaffen sollte, im Finale eines völlig undurchsichtigen Wettbewerbs mehr Tore sowohl als ihre Gegnerinnen als auch als ihre eigenen Teamkolleginnen zu schießen, dann winkt ein Platz in der Nationalmannschaft. Der Fußball wurde hier also ordentlich primitivisiert.
Vom sportlichen Aspekt gibt es hier also nicht viel Qualität zu erwarten. Aber auch in den anderen Bereichen bewegt sich der Film auf einem sehr schlichten Niveau. Jede einzelne Figur entspricht einem Stereotyp: Der erfolgssüchtige Vater, die Fußball-uninteressierte, beste Freundin, die Teamkollegin, die lieber selbst den Platz in der Nationalmannschaft hätte. Immerhin ist Sara recht sympathisch.

Anspruchslos und ohne Mehrwert
"Kick It Like Sara!" ist ein Sportfilm, der auf dreiste Art und Weise den Titel eines erfolgreichen Genre-Nachbarns ("Kick It Like Beckham!") kopiert und dessen Erfolg auszubeuten versucht. So ist bei "Kick It Like Sara!" nicht wirklich zu erwarten, dass der Film auch nur im Geringsten den Anspruch hat, dem Zuschauer einen Mehrwert zu bieten. Technisch, schauspielerisch und inhaltlich wird ein mehr als dürftiges und generisches Produkt geboten, mit der einzigen Mission, seinen Produzenten Geld einzuspielen.
"Kick It Like Sara!" mag vielleicht für Teenager, die wenig Ahnung vom Fußball haben, nette Unterhaltung sein, jeder Erwachsene Zuschauer oder solche, die erwarten, wenigstens ordentliche Spielszenen geliefert zu bekommen, werden aber maßlos enttäuscht. Wie so ein Billig-Produkt 2,4 Millionen Dollar kosten kann, ist allerdings ein Rätsel.

Fazit: 35 %

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