8. Februar 2017

xXx 3 - Return of Xander Cage

© Paramount

Regie: D. J. Caruso
Land / Jahr: USA 2017












Eigentlich wurde xXx (Vin Diesel) für tot erklärt. Doch als eine neue Superwaffe namens "Büchse der Pandora" die Menschheit bedroht, kehrt der Super-Stuntman zurück und will nicht nur diese Todesmaschine, sondern auch den Killer Xiang (Donnie Yen) aus dem Weg schaffen. Dafür bekommt er ein ganz besonderes Team an die Seite gestellt.

Mentalität eines Kindes
Im Jahr 2002 spielte Vin Diesel bereits den ersten xXx; drei Jahre später, im zweiten Teil, wurde er von Ice Cube ersetzt. Für den dritten Teil sagte Diesel aber wieder zu. Am Drehbuch wird es aber definitiv nicht gelegen haben, dass es zwölf Jahre brauchte, um einen weiteren "xXx"-Film in die Kinos zu bringen. Dieses Script wurde wahrscheinlich in einer halben Stunde geschrieben.
Dialoge gibt es keine im Drehbuch. Jegliche Konversation läuft darauf hinaus, dass am Ende ein dümmlicher One-Liner steht. Wenn die Darsteller den Mund öffnen ist klar, dass es nichts zu besprechen gibt, sondern dass irgendeine Figur sich auf die Kosten einer anderen profilieren muss - primitiver geht es kaum.
Über die Handlung gibt es noch nicht einmal viel Schlimmes zu berichten. Es ist einfach die selbe Gut-gegen-Böse-Geschichte, die jeder schon tausend Mal gesehen hat. Nach wenigen Sekunden ist klar, worauf der Film hinausläuft. Um die Zielgruppe nicht zu überfordern wird zudem auf Innovation verzichtet.
Was die Action betrifft, gibt es dann doch ein paar Ideen. Und die scheinen als wollte Regisseur D. J. Caruso der "Fast & Furious"-Reihe den Weltrekord für Dummheit streitig machen. Negativhöhepunkt ist die Verfolgungsjagd mit Motorrädern - auf dem Meer. Ja, die surfen sich tatsächlich mit Motorrädern auf Wellen hinterher. Eine derart große Vergewaltigung der Naturwissenschaften hat es in der Filmgeschichte selten gegeben.

Die Krone der Dummheit
Aber auch wenn mal keine hirn- und seelenlose Action geboten wird, gibt es Fremdschäm-Momente wie die ultra-moderne Tattoo-Vergleich-Szene. Da zeigen sich xXx und seine Herzdame in einer ruhigen Minute doch gegenseitig ihre peinlichsten Tattoos. Es ist kaum zu glauben, aber die Figuren wetteifern tatsächlich darum, wer unintelligenter ist. Weniger Niveau wurde in diesem Filmjahr selten in einen Kinofilm gepresst.
"xXx 3 - Return of Xander Cage" ist ein gänzlicher überflüssiger Actionfilm mit arroganten, unsympathischen Figuren - lediglich die tiefe, deutsche Synchronstimme Vin Diesels hat einen gewissen Charme. Die größten Lacher sind unfreiwilliger Natur, wenn es nämlich - vor allen in den Actionszenen - mal wieder richtig peinlich wird, dann lacht man über und nicht mit dem Film.

Fazit: 25 %

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