30. März 2017

Jones, Die: Spione von nebenan

© 20th Century Fox

Regie: Greg Mottola
Land / Jahr: USA 2016












In einer hübschen Sackgasse lebt es sich in dem eigenen kleinen Häuschen doch besonders harmonisch. Und wenn die Kinder mal im Zeltlager sind, können Herr (Zach Galifianakis) und Frau Gaffney (Isla Fisher) mal richtg entspannen. Doch dann ziehen neue Nachbarn nebenan ein und die scheinen ein Geheimnis zu verbergen.

Die heimliche Königin der Pfeile
Sei es "True Lies" oder "Mr. und Mrs. Smith", Komödien über Spione machen besonders dann Spaß, wenn mit Alltagsklischees gespielt wird. Und wenn Mrs. Jones (Gal Gadot) in ihrem schicken Abendkleid auf einer Grillparty die Männer beim Darten platt macht und alle von ihren Fähigkeiten überrascht sind, dann ist das schon witzig.
Weniger witzig, sondern einfach nur nervig sind diese halbgaren Actionsequenzen, ohne die eine Komödie dieser Art nicht mehr auszukommen scheint. Die zehntausendste  mittelmäßige Verfolgungsjagd und diese ewigen Ballereien, bei denen sowieso niemals eine wichtige Figur stirbt, werden keine Sekunde lang nach Ende des Filmes im Kopf bleiben.
Auch die Spionage-Handlung wird nahezu innovationsfrei gestaltet. Die Story wirkt wie eine Ausrede dafür, dass Regisseur Greg Mottola eigentlich den Zuschauer nur mit seinen beiden Agenten unterhalten möchte. Der Filmemacher scheint aber nicht im Geringsten daran interessiert, eine echte Geschichte erzählen zu wollen.

Ein Nest voller Eintagsfliegen
Beim Blick auf die Figuren und ihre Darsteller fällt vor allem auf, dass Zach Galifianakis und Isla Fisher nicht gut zueinander passen. Nicht nur weil sie zu hübsch ist für den untersetzten Freak. Spätestens jetzt wird klar, dass Galifianakis seinen "Hangover"-Erfolg nicht noch einmal wird wiederholen können und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er letztendlich von der Bildfläche verschwindet wie ein Kevin James oder ein Tim Allen, die alle nur eine einzige Rolle spielen konnten.
Die Qualität bei beiden Spion-Nachbarn ist vor allem optischer Natur. Gal Gadot und Jon Hamm sind zwei schicke, stilsichere Menschen, aber auch sie fallen nicht durch ihr Schauspiel auf. Sowohl die beiden Spießer als auch die Spione nehmen sich also gegenseitig nichts, sondern bilden auf ihre Art schon wieder ein harmonisch-unscheinbares Quartett.
"Die Jones - Spione von nebenan" hat seine amüsanten Entertainment-Momente, das war es aber auch schon. Unerträgliche Mittelmäßigkeit und eine gänzlich generische Geschichte machen diese Action-Komödie zu einem Film, mit dem man vielleicht auf niedrigem Niveau unterhalten kann. Aber bereits wenn der Abspann läuft, wird es kaum eine Szene geben, an die der Zuschauer sich noch erinnern kann.

Fazit: 35 %

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