2. März 2017

Max Steel

© Universum

Regie: Stewart Hendler
Land / Jahr: Großbritannien, USA 2016












Eines Tages findet Max (Ben Winchell) heraus, dass er kein Teenager wie jeder andere, sondern mit übermenschlichen Kräften gesegnet ist. Um dieses Geheimnis sowie den merkwürdigen Tod seines Vaters aufzuklären, steht Max der kleine außerirdische Roboter Steel zur Seite. Gemeinsam versuchen die beiden, die Kräfte von Max unter Kontrolle zu kriegen.

Verdienter Liebesentzug
Zehn Millionen Dollar sind nicht wirklich viel Geld für einen Superheldenfilm, aber die Produzenten werden drei Kreuzzeichen gemacht haben, dass sie nicht noch mehr Geld in diese minderwertige Adaption der gleichnamigen Zeichentrickserie gesteckt haben. Denn gerade einmal ein Drittel seiner Kosten konnte "Max Steel" an den internaitonalen Kinokassen wieder einspielen - und diesen Liebeszentzug des Publikums hat sich "Max Steel" wirklich verdient.
Der Film mutet wie eine TV-Verfilmung für den Disney-Channel an: Ein unbekannter, junger Hauptdarsteller, an seiner Seite agieren Promis wie Andy Garcia und Maria Bello in Nebenrollen. Ben Winchell hat sich wohl erhofft, mit diesem Superhelden-Film groß rauszukommen, aber daraus wird nichts - und er hat einen gewissen Anteil daran. Zwar ist er nicht unsympathisch, sein Spiel ist aber klobig und naiv. Im Gegensatz zu Andy Garcia. Denn der bringt zwar jede Menge Erfahrung mit, lässt aber in keiner seiner erfreulicherweise rar gesäten Szenen Zweifel daran, dass "Max Steel" nur eine schnelle Gelegenheit ist, um etwas Geld zu verdienen.

Bemitleidenswertes Finale
Der wirkliche Bösewicht ist aber das Drehbuch. Nicht nur der Held, sondern auch der Zuschauer hat nach einer guten halben Stunde keinen Plan, was das für Kräfte sind, woher sie kommen und in welche Richtung sich alles entwickelt. Das ist hier eine besonders bemerkenswerte Leistung, denn selten gab es einen Superhelden-Film, der so oberflächlich und generisch war. Dieses schlichte Konstrukt dann noch nicht einmal vernünftig zu erzählen, ist ein absolutes Trauerspiel.
Dass es kaum Szenen gibt, die im Gedächtnis bleiben und dass noch nicht einmal die Actionsequenzen unterhalten können, ist ebenfalls ärgerlich. Wobei, der finale Kampf doch in Erinnerung bleibt, allerdings nur, weil er so dillentatisch und langweilig choreografiert ist. In Power-Rangers-mäßigen Ganzkörperanzügen verkloppen sich zwei Stuntmen ein paar Minuten lang gegenseitig, in Zwischenschnitten auf die Gesichter der Protagonisten soll suggeriert werden, dass sie in den Anzügen stecken.
"Max Steel" ist ein schwacher und vollkommen generischer Superhelden-Film, den die Welt nicht braucht. Schwache Schauspieler, 08/15-Effekte und ein miserables Drehbuch ersticken jegliche Qualität im Keim. Da wollte wieder einmal ein Film-Produzent das schnelle Geld machen und hat die verdiente Quittung mit diesem Flop bekommen.

Fazit: 30 %

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