4. Mai 2017

Air Bud 5 - Vier Pfoten schlagen auf

© Disney

Regie: Mike Southon
Land / Jahr: USA 2003












Andrea (Katija Pevec) ist traurig, schließlich zieht ihre Freundin in eine andere Stadt. Doch auch mit dem neuen Nachbarsjungen gibt es Abenteuer zu erleben. Und da der Volleyball spielt, steht auch Andrea bald am Netz. Als ihrer Mannschaft, den Timberwolves, die Spieler ausgehen, muss Superhund Bud seine Fähigkeiten im Baggern beweisen.

Nur ein Kurzeinsatz
Dieser Hund kann einfach alles: Im ersten Teil hat Bud Basketball gespielt, im zweiten Football, im dritten Fußball und im vierten Baseball. Jetzt sind die Randsportarten an der Reihe. Doch ein Film, auf dessen Poster ein Golden Retriever zum Schmetterball am Volleyball-Netz ansetzt, der muss auch liefern. Schließlich wollen die Zuschauer genau das sehen: Wie der Hund die Menschen beim Sport haufenweise platt macht.
"Air Bud 5 -Vier Pfoten schlagen auf" liefert mal so gar nicht. 84 Minuten läuft das Ding inklusive Abspann und es dauert fast eine ganze Stunde, bevor der feine Herr Hund die ersten Ballwechsel übt. Vorher gibt es allerhand anderen Blödsinn zu sehen, der so gut wie nichts bis absolut nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat.
Und von den ganzen Nebenhandlungssträngen, die dem Zuschauer hier aufgedrängt werden, ist der Diebstahl des riesigen Diamantens der größte Schwachsinn. In bester "Kevin - Allein zu Haus"-Manier lauern zwei wenig clevere Gangster darauf, Bud zu klauen und ihn zu ihrem Komplizen zu machen. Bringt dem Film aber gar nichts, weil der Überfall nahezu komplett konsequenzenlos für die restliche Geschichte bleibt.

Tierisches Millionengrab
Dieses Billig-Sequel sieht zwar sehr preisgünstig aus, hat aber doch ein paar Dollar gekostet: Für die Volleyball-Version des sportlichen Hundes hat das Mäusestudio immerhin fünf Millionen Dollar hingelegt. Es bleibt aber wohl ein ewiges Rätsel wofür die ausgegeben wurden. Die Gaukler werden nicht viel Gehalt bekommen haben und CGI gibt es keine. Vielleicht war der Diamant ja echt.
Selbst dem ganz jungen Publikum wird diese wenig liebevolle Tier-Sport-Komödie nicht lange im Hinterkopf bleiben. Und die fünf Millionen scheinen sich auch nicht rentiert zu haben, schließlich gibt es (bis jetzt) keinen sechsten Film. Obwohl es gerade jetzt wirklich interessant geworden wäre, vielleicht hätte sich Bud irgendwo zwischen Teil 15 und 35 mal an Darts, Formel 1 oder Schach ausprobiert.

Fazit: 35 %

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